27.10.2025

M6 MacBook Pro: Erscheinungsdatum, Preis und was zu erwarten ist

Apple hat in diesem Monat das 14-Zoll-MacBook Pro Basismodell mit dem neuen M5-Chip aktualisiert. Leistungsstärkere 14-Zoll- und 16-Zoll-Modelle mit den M5 Pro- und M5 Max-Chips werden Anfang 2026 erwartet. Diese Geräte sollen jedoch das letzte Update des aktuellen Designs darstellen, da Apple Berichten zufolge an einer völlig neuen Version des MacBook Pro mit Hardware-Features der nächsten Generation arbeitet.


Wenn du planst, das M5-‌MacBook Pro‌ zu überspringen oder einfach neugierig bist, was als Nächstes kommt, findest du hier die größten Änderungen, die für Apples Premium-Laptop-Reihe erwartet werden – sowie den möglichen Preis und Erscheinungstermin.



M6-Chip-Serie

2-nm-Prozess

Apple aktualisiert derzeit die aktuelle MacBook Pro-Reihe mit den M5-Chips. Das Basismodell wurde bereits erneuert, während leistungsstärkere 14-Zoll- und 16-Zoll-Modelle Anfang nächsten Jahres erwartet werden. Die Chips werden mit TSMCs dritter Generation des 3-nm-Prozesses (N3P) gefertigt, was im Vergleich zur M4-Serie zu typischen Leistungs- und Effizienzsteigerungen führt. Die neu gestalteten MacBook Pro-Modelle sollen jedoch M6-Chips erhalten, die auf einem völlig neuen Fertigungsprozess basieren könnten.

Laut einem Gerücht wird Apples A20-Chip in den iPhone-18-Modellen des nächsten Jahres vom bisherigen InFo-Packaging (Integrated Fan-Out) auf WMCM-Packaging (Wafer-Level Multi-Chip Module) umstellen. WMCM integriert mehrere Chips in einem einzigen Modul und ermöglicht so komplexere Chip-Designs. Komponenten wie CPU, GPU, DRAM und Neural Engine könnten dadurch enger integriert werden. Sollte Apple diesen Ansatz beim M6 übernehmen, könnte der Chip auf einem 2-nm-Prozess basieren und durch die WMCM-Technologie noch leistungsfähiger werden.

OLED-Display

Abschied von Mini-LED

Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Apple MacBook Pro-Modelle mit OLED-Displays entwickelt. Der Display-Analyst Ross Young erklärte im September 2024, dass Apples Zulieferkette bis 2026 über ausreichende Produktionskapazitäten für OLED-Notebook-Displays verfügen werde, um diese Technologie in das MacBook Pro zu bringen. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman arbeitet Apple bereits an einem überarbeiteten MacBook Pro mit OLED-Technologie. Im Vergleich zu den derzeitigen Mini-LED-Displays bieten OLED-Panels Vorteile wie höhere Helligkeit, besseren Kontrast mit tieferen Schwarztönen, gesteigerte Energieeffizienz und längere Akkulaufzeit.

Dünneres, leichteres Notebook

Großes Redesign

Durch den Umstieg auf OLED-Displays könnte das zukünftige MacBook Pro dünner werden – und genau das plant Apple laut Berichten. Als das M4-iPad Pro im Mai 2024 vorgestellt wurde, bezeichnete Apple es als das bisher dünnste Produkt des Unternehmens. Bloomberg’s Mark Gurman nannte es daraufhin den „Beginn einer neuen Geräteklasse“. Die neuen MacBook-Modelle mit den Codenamen K114 und K116 sollen laut Gurman „dünnere und leichtere Gehäuse“ haben. Apple wolle das dünnste mögliche Gerät anbieten, ohne Akkulaufzeit oder Funktionen zu beeinträchtigen.

Interessanterweise wurde das MacBook Pro bei der letzten Neugestaltung im Jahr 2021 dicker und schwerer, da Apple Anschlüsse zurückbrachte, die zuvor zugunsten der Gehäusedünne entfernt worden waren. Wie Apple das Gerät nun wieder schlanker gestalten will, ohne diese Funktionen erneut zu streichen, bleibt abzuwarten.

Punch-Hole-Kamera

Kein Notch mehr

Wenn dich die Display-Notch deines Macs stört, gibt es gute Nachrichten: Laut einer Roadmap der Forschungsfirma Omdia plant Apple, sie beim neuen MacBook Pro zu entfernen. Stattdessen soll das Gerät eine Lochkamera am oberen Displayrand besitzen – ähnlich der „Dynamic Island“ des iPhones. Mark Gurman bestätigte den Bericht und erklärte, dass der neue Aufbau „eine Display-Fläche um den Sensor herum lässt, ähnlich dem Konzept der Dynamic Island beim iPhone“.

Ob das MacBook Pro auch eine dynamische Funktionalität wie das iPhone 14 Pro bieten wird, ist unklar – visuell dürfte die Änderung aber das Hauptproblem vieler Nutzer lösen, nämlich dass die Notch in die Menüleiste hineinragt.

5G-Modem

Mobilfunk-Konnektivität

Apple hat Anfang des Jahres den C1-Modemchip eingeführt, der erstmals im iPhone 16e verwendet wurde. Später folgte das ‌iPhone Air‌ mit dem C1X-Chip, der doppelt so schnell wie der C1 und zugleich energiesparender ist. Laut Bloomberg prüft Apple derzeit, 5G-Konnektivität erstmals auf den Mac zu bringen. Ein zweiter-Generations-Modemchip (C2) könnte bereits 2026 in einem Mac erscheinen und neben Sub-6GHz-5G auch mmWave-Technologie unterstützen.

Touchscreen-Display

On-Cell-Touch-Technologie

Das erste MacBook Pro mit OLED-Display soll laut Apple-Analyst Ming-Chi Kuo auch einen Touchscreen besitzen. Bloomberg’s Mark Gurman bestätigte dies und erklärte, dass Apple trotz Touch-Funktion weiterhin ein volles Trackpad und eine Tastatur beibehalten wird. Kuo glaubt, dass Apple sogenannte On-Cell-Touch-Technologie nutzt, bei der die Touch-Sensoren direkt in die oberste Schicht des Displays integriert werden – anstatt in einer separaten Touch-Schicht. Laut Kuo reflektiert diese Änderung Apples „langfristige Beobachtung des iPad-Nutzerverhaltens“, wonach Touch-Bedienung in bestimmten Szenarien Produktivität und Nutzererlebnis steigern kann.

Verstärktes Scharnier

Stabil beim Touch

Laut Mark Gurman hat Apple ein verstärktes Scharnier- und Display-System entwickelt, um zu verhindern, dass sich der Bildschirm beim Berühren bewegt oder nachfedert – ein häufiges Problem bei bestehenden Touch-Laptops. Wahrscheinlich kombiniert Apple dabei ein stabileres Drehmoment-Scharnier mit einer verstärkten Rahmenstruktur und einer Dämpfung zur Reduzierung von Vibrationen.

Preisgestaltung

Premium-Segment

Die neu gestalteten 14- und 16-Zoll-MacBook Pro-Modelle werden voraussichtlich deutlich teurer sein, da modernere Komponenten verwendet werden. Derzeit beginnen die Preise bei 1.999 US-Dollar für das 14-Zoll-Modell und 2.499 US-Dollar für das 16-Zoll-Modell, aber laut Mark Gurman könnte der Basispreis beim nächsten Update um mehrere hundert Dollar steigen.

Veröffentlichungstermin

Erwarteter Zeitraum

Laut der Forschungsfirma Omdia ist es „sehr wahrscheinlich“, dass Apple im Jahr 2026 neue MacBook Pro-Modelle mit OLED-Displays vorstellen wird. Auch Bloomberg’s Mark Gurman berichtete, dass die neuen Geräte für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorbereitet werden. Zuvor soll Anfang 2026 noch das Update mit M5 Pro- und M5 Max-Chips erscheinen. Zwei MacBook-Pro-Updates im selben Jahr wären ungewöhnlich, aber Apple hatte dies bereits 2023 getan – damals erschienen Versionen mit M2 Pro/M2 Max im Januar und M3-Chips im Oktober.

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Dieser Artikel erschien ursprünglich auf macrumors.com und wurde von Phonecare übersetzt. Die Rechte verbleiben bei MacRumors.

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